Soziotherapie nach §37a SGB V kann als Krankenkassenleistung von Ärzt*innen und Psychotherapeut*innen verordnet werden, bei Menschen mit beeinträchtigender Belastung durch von psychischer Krankheit bedingten Symptomen, bis zu 120 Stunden innerhalb von maximal 3 Jahren.

Gemeinsam wird zu Beginn der soziotherapeutischen Begleitung ein Behandlungsplan erstellt, worauf die verordnete Leistung basiert. Therapieverlauf und -ziele werden regelmäßig überprüft und in enger Kooperation aller Beteiligten angepasst. Psychoedukation und lebenspraktische Hilfestellung sind Bestandteile der Soziotherapie – langfristig sollen sich Krankheitswahrnehmung und Lebensqualität der begleiteten Menschen verbessern.

Der Dachverband Gemeindepsychiatrie e. V. befürwortet Soziotherapie für Menschen, die sich beeinträchtigt und belastet fühlen von

  • Störungen des eigenen Antriebs,
  • stark eingeschränkter Ausdauer und Motivation,
  • Schwierigkeiten mit planerischem Denken und Handeln sowie Konzentration

und die interessiert daran sind, kognitive Fähigkeiten zu trainieren und sich ggf. angemessene Konfliktlösungsstrategien anzueignen, um den Alltag gestärkter meistern zu können.