Vincentro München startete 2010 mit der Leistung der Integrierten Versorgung (IV), finanziert durch Selektivverträge mit gesetzlichen Krankenkassen.

 

Versorgungsregion

Vincentro München versorgt das Stadtgebiet München sowie seit 2013 die München umgebenden Landkreise. Den genauen Radius unserer Leistung der Integrierten Versorgung teilen wir Ihnen auf Anfrage gerne mit.

 

Vorteile der Integrierten Versorgung sind

  • Ambulante Krisenintervention in persönlichen Beratungsgesprächen
  • Aufsuchende Krisenversorgung, um in eigenen Strukturen bleiben zu können oder mit Begleitung da hinein zurückzufinden und auch um ggf. Angehörigen Entlastung zu ermöglichen
  • Rückzugsräume mit Wohnatmosphäre für psychiatrische Behandlungen und Betreuung, wenn der Verbleib in den eigenen vier Wänden aus verschiedenen Gründen pausiert werden soll
  • Fachärztliche Behandlung und falls erforderlich Begleitung zur aktuell erforderlichen medizinischen Versorgung
  • Vermittlung von zusätzlichen Hilfen zur ausreichenden Vernetzung mit dem Ziel der nachhaltigen Stabilisierung
  • Gruppenangebote

Und sollten Sie nach ärztlicher Einschätzung oder gemeinsamer Abwägung doch eine stationäre Behandlung benötigen, dann bleiben wir mit Ihnen im Kontakt und überlegen mit allen Beteiligten weitere Schritte zurück in die ambulante Behandlung.

 


 

Unser Angebot umfasst

 

Krisentelefon

Im Fall einer Krise wenden Sie sich direkt an die Ihnen bekannte Krisentelefonnummer. Diese ist für Sie 24 Stunden täglich erreichbar - auch am Wochenende und an Feiertagen.

 


 

Fallmanagement

Jedem in die Integrierte Versorgung eingeschriebenen Versicherten wird von Vincentro München während der gesamten Teilnahme ein sog. Fallmanager als direkter Ansprechpartner zur Verfügung gestellt. 
Entsprechend der Anforderung an eine Integrierte Versorgung orientiert sich Ihre Bezugsperson an einem systemischen Ansatz, der die Kontextualisierung, die Problembeschreibung wie auch die Ressourcenanalyse in den Blick nimmt. 
Neben Arzt und Versicherten sind die Bezugspersonen an der Erstellung von Behandlungsplänen und Krisenvereinbarungen beteiligt und sind Bindeglied zwischen ambulantem und stationärem Sektor sowie den beteiligten Leistungserbringern und Kostenträgern. Die Bezugsperson koordiniert die sog. Erst- und Halbjahresassessments mit dem behandelnden Arzt sowie notwendige Netzwerkgespräche und Fallkonferenzen mit externen Leistungserbringern.

 


 

Aufsuchende Krisenversorgung

Die in ihrem häuslichen Umfeld aufsuchende Begleitung zielt auf eine flexible und bedürfnisorientierte Versorgung ab, die sowohl die Betroffenen als auch deren soziales Netz einbezieht. Ein Klinikaufenthalt kann damit oftmals vermieden werden.

Das ambulant-psychiatrische Versorgungsangebot wird durch ein multiprofessionelles Team, orientiert an einem gemeinsam mit dem Betroffenen erarbeiteten Behandlungs- und Krisenplan, umgesetzt. Bei der Erstellung der Krisenpläne werden soweit möglich Vertrauenspersonen, also Angehörige bzw. Bezugspersonen einbezogen sowie Ärzte und Therapeuten (nach Schweigepflichtentbindung). Hierbei können gewünschte Behandlungsformen, Erfahrungswerte mit Medikamenten wie auch individuelle Copingstrategien im Umgang mit Frühwarnzeichen oder einer manifesten Krise dargelegt werden. Wünsche und Ressourcen können so betont werden.

 


 

Rückzugsräume

Jedem eingeschriebenen Klienten stehen bei entsprechender Indikation die Rückzugräume zur ambulanten Krisenversorgung zur Verfügung.

In den Rückzugsräumen steht vor allem der sog. milieutherapeutische Gedanke im Vordergrund, indem der Tag gemeinsam strukturiert oder der für manche Menschen schwierige Abend gemeinsam gestaltet wird. Eine alltagsnahe Gestaltung wird angestrebt, außer es ist aufgrund einer Erkrankungsphase indiziert, auf Ruhe und "Abschirmung" zu setzen. Die Einrichtung der Rückzugsräume ist weitgehend reizarm und zugleich wohnlich gestaltet, um eine positive Atmosphäre zu ermöglichen, die keine Assoziation zum klinischen Setting auslöst.

Die Inanspruchnahme der Rückzugsräume setzt ein Vorgespräch mit dem zuständigen Bezugsbegleiter und/ oder der jeweiligen Krisenbereitschaft voraus und soweit möglich wird der behandelnde Arzt einbezogen. Sollte dieser nicht erreichbar sein, erfolgt die Einbeziehung eines Kooperationsarztes.

Die Aufnahme in die Rückzugsräume erfordert eine Koordination zu bestimmten Zeiten, wozu wir Ihnen die Details im Rahmen der ersten Gespräche nach Teilnahmebeginn mitteilen.

 


 

Gruppenangebote und Psychoedukation

Sowohl zur Stabilisierung der Patienten in Krisenzeiten wie auch im Sinne der Prävention, zur Psychoedukation und zur Förderung der Selbsthilfe, werden Gruppen angeboten. Termindaten hierzu erfahren Sie von Ihrer Bezugsbegleitung.